AUFBRUCH STUTTGART ist eine überparteiliche, unabhängige und gemeinnützige Initiative Stuttgarter Bürgerinnen und Bürger. Ihr Ziel ist es, die Stadtentwicklung und Stadtgestaltung durch Ideen und Impulse voranzubringen.

DAS ERBE DER AUTOGERECHTEN STADT ENTLANG DER BUNDESSTRASSE 14

Eine Ausstellung im Stadtpalais vom 24.10. bis zum 24.11.2019

Wie auf einer Perlenschnur reihen sich entlang der B14 zwischen Neckartor und Heslacher Tunnel sieben platzartige Gebilde, die zum Teil nur noch der mühsamen Bewältigung des Straßenverkehrs dienen. Sie bedürfen dringend einer städtebaulichen Aufwertung.
Plätze gelten weltweit als Inbegriff urbanen Lebens, als elementare öffentliche Räume, die einer Stadt Gesicht und Bedeutung geben. Mit einer Ausstellung im Stadtpalais will „Aufbruch Stuttgart“ die Aufmerksamkeit auf die Stuttgarter Plätze richten, die zu Opfern des Umbaus zur autogerechten Stadt geworden sind – schmerzliche Verluste, die bei der geplanten Neugestaltung des Stadtraums B14 jetzt wieder in den Fokus der Planer und der öffentlichen Debatte rücken. Aus den vernachlässigten, dem Autoverkehr untergeordneten Plätzen müssen wieder im besten Sinne „Perlen“ werden.

LEBENDIGE DEBATTE IM HOSPITALHOF

Was nun, Stuttgart?

Bei der Diskussion mit den Spitzenkandidaten der Kommunalwahl am 06.05.2019 im Hospitalhof, drehte sich die Debatte vor allem um die Zukunft des Kulturquartiers und der Verkehrsschneise B 14. Aufbruch Stuttgart erntete viel Lob und Anerkennung für die engagierte Arbeit, auch für den 'Plan B', der eine Alternative zur bestehenden Planung erfolgreich ins Gespräch brachte.
Diskussionsteilnehmer waren:
Martin Körner, SPD
Alexander Kotz, CDU
Dr. Matthias Oechsner, FDP
Hannes Rockenbauch, SÖS Linke Plus
Andreas G. Winter, Bündnis 90/Die Grünen
Jürgen Zeeb, Freie Wähler
Moderation: Martin Hoffmann

AUFBRUCH KULTUR-QUARTIER

Eine Broschüre, die Stuttgart verändern könnte – Publikation zur Zukunft des Kulturquartiers an Oberbürgermeister Fritz Kuhn übergeben

Oberbürgermeister Fritz Kuhn, Wieland Backes – Foto: Ferdinando Iannone

Die 44 Seiten umfassende Publikation mit dem Titel Aufbruch Kultur-Quartier fasst die Ergebnisse und Vorschläge des viel beachteten Ideen-Workshops vom November 2018 zusammen und formuliert Konsequenzen daraus. Nach Überzeugung der fünf beteiligten, international renommierten Architekturbüros bedarf das Kulturquartier im Umfeld der Konrad-Adenauer-Straße dringend einer städtebaulichen Aufwertung. Die geplante umfassende und kostenintensive Sanierung des Opernhauses, erbaut in den Jahren 1909 bis 1902 von Max Littmann, wird nach Einschätzung der Büros nichts zur Aufwertung der städtischen Raums in der Innenstadt beitragen. Erstrebenswert sei aber ein Kulturquartier für alle – nicht nur für Opernbesucher. Daher sollte neben dem Erhalt des Littmann-Baus der Bau einer dritten Spielstätte für die Staatstheater erwogen werden.

Am 18. Januar 2019 übergaben Wieland Backes und Arno Lederer den "Aufbruch Kultur-Quartier" an Oberbürgermeister Fritz Kuhn.

v.l.n.r.: OB Fritz Kuhn, Wieland Backes, Arno Lederer, Thomas Rossmann – Foto: Ferdinando Iannone

Die Vorschläge von AUFBRUCH STUTTGART werden am Vormittag des 29. Januar in einer öffentlichen Sitzung des Gemeinderatsauschusses für Umwelt und Technik zur Diskussion gestellt.

Die Publikation „Aufbruch Kultur-Quartier“ ist inzwischen leider vergriffen. Sie steht als Download bereit: Aufbruch Kultur-Quartier

IDEEN-WORKSHOP KULTURQUARTIER

Über die Ergebnisse der fünf international bekannten, renommierten Architekten-Büros können Sie sich in unserer Rubrik Vorträge informieren. Die Atmosphäre des Workshops und wie beste Ideen gefunden werden, gibt ein Filmbeitrag wieder.

LEBHAFTE RESONANZ AUF WORKSHOP-ERGEBNISSE ZUM KULTURQUARTIER

Mehr als 600 Besucher bei Informationsabend – Ausstellung im Stadtpalais – Kritik an geplanter Opernsanierung

Die Ideen und neuen Perspektiven für die Zukunft des Kulturquartiers im Zentrum Stuttgarts stoßen in Öffentlichkeit und Politik auf lebhaftes Interesse. Bei einem Informationsabend im Hospitalhof stellten jetzt Arno Lederer und Wieland Backes aus dem Vorstand von AUFBRUCH STUTTGART im vollbesetzten großen Saal des Hospitalhofes die Ergebnisse eines höchst ertragreichen Wochenendes vor.

Auf Einladung der Initiative waren fünf Architekturbüros mit internationalem Renommee in das Stuttgarter Haus der Architekten gekommen. Ihr professioneller und zugleich unvoreingenommener Blick auf das Kulturquartier brachte gleich ein ganzes Bündel neuer Ideen und Perspektiven zutage.

Städtebauliche Aufwertung des Quartiers

Vorrang für alle beteiligten Teams hatte die Aufwertung der Kulturmeile durch einen konsequenten Rückbau der B 14 auf zwei, maximal vier Fahrspuren und eine Schaffung attraktiver Stadträume mit Aufenthaltsqualität. Für die Planer ist das Kulturquartier das eigentliche Herz und der Mittelpunkt der Stadt. Es sollte – und das nicht nur für die Opern- und Theaterbesucher – als Aushängeschild der Landeshauptstadt deutlich an Attraktivität gewinnen.

Große Skepsis gegenüber geplanter Opernsanierung

Die geplante Opernsanierung, die für die Büros eher einem massiven Umbau und Eingriff in die denkmalgeschützte Substanz des Littmann-Baus gleichkommt, wird von sämtlichen teilnehmenden Büros entschieden abgelehnt. Der Einbau einer Kreuzbühne, bei gleichzeitiger Verlegung einer Außenmauer um 6 Meter, käme dem Versuch gleich, aus einem Oldtimer aus dem letzten Jahrhundert einen Porsche Panamera machen zu wollen. Die Bau- und Kostenrisiken – Schätzungen übersteigen bereits die Marke von 800 Mio. Euro – seien völlig unkalkulierbar, die bis zu 10 Jahren währende Unterbringung der Oper in einem eigens errichteten Interimsbau teuer und nicht nachhaltig. Mit dem finanziellen Gesamtaufwand ließen sich vermutlich zwei neue Opernhäuser bauen.

Ein Erhalt des Littmannbaus bei maßvoller Sanierung, eine künftig vorrangige Nutzung als Heimat des Balletts und Bau einer neuen, dritten Spielstätte im Kulturquartier erscheint daher als weit überlegene und finanziell vertretbare Gesamtlösung.

Lebhaftes Interesse der Politik an Aufbruch-Vorschlägen

Große Teile der Kommunalpolitik haben sich anerkennend über die Kraftanstrengung geäußert, die AUFBRUCH STUTTGART mit dem internationalen Workshop gewagt und zum Erfolg geführt hat. Aus verschiedenen Fraktionen kamen Glückwünsche und die Bitte in den jeweiligen Fraktionssitzungen die Ergebnisse vorzutragen. Auch eine Präsentation vor einem Ausschuss des Gemeinderats ist auf Einladung des Oberbürgermeisters bereits verbindlich angesetzt.

Ausstellung der Workshop-Ergebnisse im Stadtpalais

Vom 26. November bis 2. Dezember 2018 zeigt AUFBRUCH STUTTGART die Ergebnisse des Ideenworkshops Kulturquartier in einer Ausstellung im Stadtpalais. Neben Skizzen, Plänen und Fotografien werden im Saal Maria auch kurze Filme gezeigt, die etwas von der Energie und der Atmosphäre dieses besonderen Treffens mit Büros aus Basel (Herzog & de Meuron), Rotterdam (KAW), Zürich (UTT), München (Allmann Sattler Wappner) und Frankfurt (Mäckler) vermitteln sollen.

IDEEN-WORKSHOP FÜR EIN LEBENDIGES KULTURQUARTIER

International renommierte Architekturbüros zu Gast bei Aufbruch Stuttgart

Es ist vielleicht das bedeutendste Ereignis seit Bestehen unserer Initiative: Am Wochenende vom 2. bis zum 4. November 2018 treffen sich auf Einladung von Aufbruch Stuttgart fünf international renommierte Architektenteams zu einem Ideen-Workshop im Stuttgarter „Haus der Architekten“. Ihre Aufgabe ist die Entwicklung von Ideen für eine zukunftsweisende Neugestaltung des Kulturquartiers rund um die Stadtautobahn B14.

Die Teilnehmer sind:
Allmann Sattler Wappner Architekten, München
Herzog & de Meuron Architekten, Basel
KAW Architects, Rotterdam,
Christoph Mäckler Architekten, Frankfurt am Main
Urban-Think Tank, Zürich

Unabhängig und frei von jeglichen Restriktionen und Zwängen sollen Vorstellungen entwickelt werden, wie der öffentliche Raum nach der Zerstörung durch die Verkehrsschneisen der Bundesstraßen B14 und B27 wieder zurückgewonnen werden kann. Aus der in Stuttgart einmaligen Dichte kultureller Einrichtungen in diesem wichtigen Bereich der Innenstadt, soll endlich ein lebendiges Kulturquartier werden.

Die teilnehmenden Architekturbüros wurden bereits vor Wochen mit der Aufgabenstellung vertraut gemacht und mit den nötigen Planunterlagen versorgt. Jetzt werden sie ihre Ideen vor Ort konkretisieren und zu Papier bringen.

Die Ergebnisse des Workshops sollen als ein Angebot von Aufbruch Stuttgart in die aktuelle Diskussion über die Stadtentwicklung eingebracht werden.

Besonderer Dank gilt der Architektenkammer Baden-Württemberg für die großzügige Unterstützung bei der Durchführung des Workshops.

STADT OHNE AUTOS – DER PAPST DER AUTOKRITIKER, HERMAN KNOPFLACHER, ZU GAST BEI AUFBRUCH STUTTGART

Mittwoch, 17. Oktober 2018, 20 Uhr Hospitalhof, Büchsenstraße 33

Man mag seine Kritik und Ansichten nicht in allen Punkten teilen, aber seine Argumente sind bestechend, schärfen den Blick auf eine im wahrsten Sinne verfahrene Situation: Auf Staus, Luftverschmutzung, Stress.

Der Wiener Verkehrswissenschaftler Professor Hermann Knoflacher gilt als schärfster Kritiker der automobilen Gesellschaft. In seiner Heimatstadt war er der Architekt einer Stadtentwicklung, die das Auto aus seiner alles beherrschenden Position verdrängt hat. Jetzt sieht er seine Thesen auf vielfache Weise bestätigt. Sein Kampf gegen das Virus Auto setzt auf radikales Umdenken: Um den Wandel einzuleiten, müsse das Autofahren verteuert, der Parkraum in den Städten verringert werden.

Im Gegenzug setzt er auf den Ausbau und auf deutliche Verbilligung des Nahverkehrs. Dagegen erteilt er der von der Industrie gepriesenen Zukunftsvision „autonomes Fahren“ eine Absage und fragt, wieviel Mobilität braucht der Mensch wirklich? In Wien besteht inzwischen 70% des Verkehrsaufkommens aus Fußgängern, Radfahrern und öffentlichem Nahverkehr – eine für Stuttgart unerreichbare Utopie?

Prof. Hermann Knoflacher, Vortrag und Diskussion
Prof. Arno Lederer, Moderation

1000 STÜHLE ...

... wurden es nur „knapp“ . Trotzdem herrschte bei der Aktion beste Stimmung. Einige Impressionen:

Stuttgarts Wohnzimmer?
Christian von Holst
Elvis alias Nils Strassburg
Martin Körner
Andreas Winter
Gabriele Reich-Guthjahr
Jochen Hammer
Tango-Tänzer

AKTION „1000 STÜHLE" – WENN DIE STADT ZUM WOHNZIMMER WIRD

Am Sonntag, 8. Juli , ab 10 Uhr lädt „Aufbruch Stuttgart“ die gesamte Bürgerschaft zu einer ganz besonderen Aktion ein, zu einer – falls man so will – etwas anderen Art von Demonstration.

Unter dem Titel „1000 Stühle“ erobern wir mit Ihnen zusammen ein Stück Stadt zurück und verwandeln die Stadtautobahn Konrad-Adenauer-Straße in „Our Urban Living Room“. Sie kommen ab 10 Uhr – am besten mit Familie, Freunden etc. – zur dann für den Straßenverkehr gesperrten B 14 in Höhe Staatsgalerie/Oper.

Was Sie mitbringen sollten, ist auf jeden einen Stuhl (das darf auch ein Campingstuhl o. ä. sein), mit dem Sie dann auf der Fahrbahn Platz nehmen. Sollte das Mitbringen eines Stuhles für Sie zu schwierig sein, dann gibt es vor Ort eine begrenzte Anzahl kostenfreier Leihstühle, die Sie gegen ein Pfandgeld von € 10.- ausgehändigt bekommen.

Was Sie in Ihrem urbanen Wohnzimmer – oder eher Konzertsaal – erwartet, ist Jazz mit der schon legendären FESSH-Band und „Elvis“ live (alias Nils Strassburg), dessen erster Song an diesem Morgen Programm ist:

„It‘s now or never!“

„Für den Wandel von der autogerechten zur menschengerechten Stadt, für ein lebendiges Kulturquartier“ dafür kämpft „Aufbruch Stuttgart“ mit Nachdruck weiter. Wir haben schon viel erreicht, am 21. Juli startet die Bürgerbeteiligung zur Formulierung eines Ideenwettbewerbs für das Areal vom Neckartor bis zum Österreichischen Platz. Niemand kann ernsthaft bezweifeln, dass dies in erster Linie durch die Impulse von „Aufbruch Stuttgart“ Wirklichkeit wurde. Doch erfahren Sie mehr darüber, wie es weitergehen soll, an diesem Vormittag im Juli.

OFFENER BRIEF ZU B 14 UND OPERNSANIERUNG

Das kulturelle Herz der Stadt lohnt eine gemeinsame Anstrengung

Unter dieser Überschrift haben Architektenkammer, Ingenieurkammer Baden-Württemberg sowie der BDA Baden-Württemberg am 22. Mai 2018 einen wegweisenden Brief veröffentlicht. Da die Berichterstattung in den Stuttgarter Lokalzeitungen dem Inhalt leider nicht gerecht wird, veröffentlichen wir ihn hier in gekürzter Form:

„Zu Recht stößt die Debatte über die Sanierung der Oper, die Entwicklung des Kulturquartiers und die Umgestaltung der B 14 auf größtes öffentliches Interesse. Das Gesicht der Stadt, der bauliche Ausdruck einiger ihrer wichtigsten öffentlichen Räume wird sich dauerhaft verändern. Wie, das liegt an uns. Von der Politik, den Planern, aber auch von der ganzen Stadtgesellschaft hängt es ab - jeder muss seine Rolle finden und dieser gerecht werden.

Der enge und partnerschaftliche Austausch zwischen Stadt und Land über die Randbedingungen aller anstehenden Planungen muss weiter verstetigt und intensiviert werden. Verantwortungsbewusstsein, Weitblick und Sorgfalt sind gleichermaßen gefragt. Nur durch höchste Qualität der neuen Planungen und Gebäude lassen sich die Menschen erreichen und zur Identifikation mit den Lebensräumen in der Stadtmitte bewegen.

Im vergangenen Jahr hat sich in diesem Zusammenhang nicht nur die erfolgreiche Bürgerinitiative „Aufbruch Stuttgart“ gegründet, sondern tatsächlich Aufbruchstimmung in der Stadt verbreitet. Nicht zuletzt mit dem Rückenwind der IBA gab es bestens besuchte Diskussionsveranstaltungen und einen offenen Gedankenaustausch zwischen Verwaltung, Politik, fachkundigen Bürgern und Stadtgesellschaft. Zur Vorbereitung des von der Stadt geplanten Ideenwettbewerbs fand eine intensive Beteiligung der Fachverbände und des Vereins Aufbruch Stuttgart statt.

Dieser vielversprechende Ansatz droht aber jetzt in vielstimmigem aneinander Vorbeireden und zunehmend konfrontativen Aktionen verschiedener Protagonisten verloren zu gehen. Dabei wäre gerade jetzt die gemeinsame Anstrengung aller an einer positiven Stadtentwicklung Interessierten notwendig. Es geht um die besten und langfristig tragfähigsten Ideen und Konzepte. Einseitige Vorfestlegungen sind dabei ebenso kontraproduktiv wie getrennt nebeneinander herlaufende Untersuchungen und Wettbewerbe. Die von Aufbruch Stuttgart zu Recht aufgeworfenen Fragen müssen innerhalb des offiziellen Planungsprozesses gestellt und beantwortet werden.“

Der vollständige Offene Brief ist auf der Website der Architektenkammer nachzulesen.

GROSSES INTERESSE AN DEN IDEEN VON AUFBRUCH STUTTGART

Auftritte im Gemeinderat und bei einer Podiumsdiskussion bringen der Initiative neben Kritik viel Lob und Anerkennung ein

v.l.n.r.: W. Backes, M. Körner, A. Lederer, M. Hoffmann, A. Kotz, C. von Holst, A. Winter

Das war schon ein besonderer Tag in der jungen Geschichte von Aufbruch Stuttgart. Rund 600 Besucher kamen am Abend des 15. Mai 2018 zur Podiumsdiskussion von Aufbruch Stuttgart mit führenden Vertretern der Kommunalpolitik – die am stärksten besuchte Veranstaltung seit Gründung des Vereins.

Bereits am Morgen hatten Arno Lederer und Wieland Backes die Gelegenheit, Ihre Ideen für die Gestaltung des Kulturquartiers vor dem Ausschuss „Umwelt und Technik“ des Stuttgarter Gemeinderates vorzustellen. In der vom Oberbürgermeister Fritz Kuhn selbst geleiteten Sitzung erntete die Initiative viel Lob für ihr bürgerschaftliches Engagement.

Nachdem die geplante, über 120 Millionen teure Interimslösung für die Oper im Paketpostamt an der Ehmannstraße, auch wegen ihrer mangelnden Nachhaltigkeit schnell endgültig vom Tisch war, konzentrierte sich die Diskussion jetzt auf den Bau eines Konzerthauses mit der Vornutzung als Operninterim und die architektonische Gestaltung des gesamten Kulturquartiers.

Aufbruch Stuttgart will mit einem eigenen städtebaulichen Ideenwettbewerb den weiteren Diskurs um die Zukunft des Kulturquartiers anregen. Dabei ist der Schulstandort Königin-Katharina-Stift nicht auszuklammern. Nach Vorstellungen der Initiative soll das Gebäude auch beim Neubau einer Oper oder eines Konzerthauses auf dem Gelände an der Schillerstraße möglichst erhalten bleiben. Mit seiner Idee, nur wenige hundert Meter auf dem Gelände der Neckarrealschule den künftigen Schulstandort zu sehen und das gesamte Areal am Wagenburgtunnel durch eine „Katharinenterrasse“ aufzuwerten, baut Arno Lederer für einen möglichen Schulumzug eine goldene Brücke.

Erschienen die Standpunkte zur Zukunft Schule bis jetzt in der Politik zementiert, so kam jetzt leise, aber spürbar Bewegung ins Spiel. Auch ein alternativer Standort für eine Konzerthalle im Akademiegarten stieß jetzt nicht mehr auf grundsätzliche Ablehnung.

Noch deutlicher wurde diese Entwicklung in der abendlichen Diskussionsveranstaltung im Hospitalhof. Eingeladen waren die Vorsitzenden der Gemeinderatsfraktionen Alexander Kotz (CDU), Andreas Winter (Bündnis 90/Die Grünen), Martin Körner (SPD). Für die Initiative saßen im vollbesetzten Großen Saal des Hospitalhofs Wieland Backes, Arno Lederer und Christian von Holst in der Runde. Das Scheitern der ursprünglich geplanten Interimslösung für die Oper wurde in diesem offenen Austausch mit der Politik nicht nur als Problem, sondern auch als Chance bewertet. Es zeichnet sich ab, dass neue Impulse in Sachen Untertunnelung der B14 und einer städtebaulichen Aufwertung des Kulturquartiers in den weiteren Klärungen den Ton angeben werden.

Aufbruch Stuttgart bewertet diese Entwicklung als einen großen Erfolg für die Stuttgarter Bürgerinnen und Bürger. Man darf auf den vom Verein initiierten Wettbewerb sehr gespannt sein.

Ein attraktiver Wettbewerb braucht auch attraktive Preisgelder. Um möglichst viele hochqualifizierte Architekturbüros zur Mitwirkung zu bewegen, sind Spenden hochwillkommen. Ein neueingerichteter Spendenbutton vereinfacht den Schritt zur Tat. Der Verein ist als gemeinnützig anerkannt, die Spenden sind steuerlich voll abzugsfähig.

1000 STÜHLE – MIT 1000 STÜHLEN DIE STADT ZURÜCKEROBERN

Sonntag, 8. Juli 2018 – Ab 10 Uhr

ZUKUNFT DER OPER – AUFBRUCH STUTTGART SCHREIBT IN EIGENER REGIE EINEN ARCHITEKTENWETTBEWERB AUS

Ein kommunalpolitischer Paukenschlag in Stuttgart

In einer kurzfristig anberaumten, außerordentlichen Mitgliederversammlung hat der Verein Aufbruch Stuttgart e. V. am Montagabend die Ausschreibung eines architektonisch-städtebaulichen Ideenwettbewerbs in eigener Regie mit überwältigender Mehrheit beschlossen.

Bei nur einer Gegenstimme votierten die rund 340 anwesenden Mitglieder für einen Vorstoß, der als kommunalpolitischer Paukenschlag zu werten ist: Nach den Plänen des Vereins soll die Zukunft des Quartiers um Oper und Staatstheater vor einer endgültigen Beschlussfassung noch einmal neu aufgerollt und überdacht werden.

Risiken in Höhe mehrerer 100 Millionen Euro

Die bis jetzt favorisierte Lösung einer aufwändigen Grundsanierung der Littmann-Oper unter Verschiebung der Außenmauer um ca. 6 Meter und der zeitweisen Unterbringung des Spielbetriebs im dafür umzubauenden Paketpostamt in der Ehmannstraße, ist nach unseren Schätzungen finanziell nicht verantwortbar.

Nach anfänglich geschätzten 300 Mio. Euro Sanierungskosten für das Operngebäude gehen die Prognosen mittlerweile über die Marke von 400 Mio. Euro hinaus. Fachleute halten den massiven Eingriff in die historische Bausubstanz, vor dem Hintergrund vergleichbarer Beispiele, für extrem risikoreich. Kosten bis zu 850 Mio. Euro gelten als durchaus im Bereich des Möglichen.

Dazu kommen dann noch die Aufwendungen für das Interim im Paketpostamt. Hier fordert die Post allein schon 60 Mio. Euro für das Grundstück. Die Oper selbst geht von einem Aufwand von 50 Mio. für die baulichen Maßnahmen und die technische Einrichtung des Interims aus. Da das Interim nach erneutem Umzug der Oper in den sanierten Littmannbau wieder abgerissen werden soll, stellt sich darüber hinaus die Frage der Nachhaltigkeit.

Auf 940 Mio. bis 1,3 Mrd. Euro schätzt AUFBRUCH STUTTGART den möglichen Gesamtaufwand für den jetzigen Sanierungsplan – ein Aufwand ohne erkennbaren städtebaulichen Mehrwert für das Kulturquartier. Und in den Augen jener Kulturschaffenden, die sich nicht zur Hochkultur zählen, sicher eine unvertretbare Summe.

Das bessere Kulturquartier zum niedrigeren Preis

Der Verein favorisiert daher eine andere Idee:

Gemäßigte Sanierung des Littmannbaus und Einrichtung als künftiges zweites Konzerthaus und Heimat des Staatsballetts.

Verlegung des Königin-Katharina-Stifts in das Areal der dafür umzubauenden, ehemaligen Neckar-Realschule.

Gleichzeitig Aufwertung des Bereichs Urbanstraße und des Schulgeländes durch Bau der begrünten „Katharinenterrasse“ über dem Einfahrtsbereich des Wagenburgtunnels.

Neubau eines Opernhauses auf dem heutigen Areal der Schule an der Schillerstraße, möglicherweise unter Erhalt des historischen Gebäudes.

Bis jetzt ist im Bereich der Schillerstraße, einem exponierten Punkt gegenüber dem künftigen Ostausgang des Bahnhofs, der Bau einer neuen Schulsporthalle vorgesehen. Hier wäre dann künftig der Eingangsbereich zur „Kulturhauptstadt“ Stuttgart.

Ideenwettbewerb soll die Debatte neu befeuern

Mehr Stadt für weniger Geld, ein Kulturquartier mit Strahlkraft weit über Stuttgart hinaus, das erwartet die Initiative von dem beschlossenen selbstfinanzierten, offenen Ideenwettbewerb. Er soll verhindern, dass Stuttgart die sich bietende, einmalige Chance vergibt und sich stattdessen ein neues Millionengrab schafft.

Die Ausschreibung soll kurzfristig erfolgen. Spätestens im Herbst wird das Preisgericht tagen.

Da AUFBRUCH STUTTGART auch hochkarätige Büros für eine Teilnahme gewinnen will, hat der Verein, um attraktive Preisgelder ausloben zu können, zu einer großangelegten Spendenaktion aufgerufen.

Die offizielle Politik will in einer Sitzung des Verwaltungsrates der Württembergischen Staatstheater bereits am 18. Mai 2018 den bisher eingeschlagenen Weg weiter konkretisieren, obwohl der Öffentlichkeit bis jetzt keine Zahlen über die Finanzierung vorgelegt wurden. Deswegen drängt die Zeit.

In einem Brief an den Vorsitzenden Verwaltungsrates der Württembergischen Staatstheater, Oberbürgermeister Fritz Kuhn, hat AUFBRUCH STUTTGART darum gebeten, Ihre Ideen vor den Mitgliedern des Verwaltungsrates vorstellen zu dürfen. Der Brief vom 10. April blieb bisher unbeantwortet.

AUFBRUCH STUTTGART, mit seinen jetzt rund 720 Vereinsmitgliedern, hofft weiter auf einen konstruktiven Austausch mit den gewählten Vertretern – für ein Stuttgart, von dem wir träumen.

(Pressemitteilung vom 24.04.2018)

Am 1. März, 20 Uhr feierte die Initiative „Aufbruch Stuttgart e. V.“ den ersten Jahrestag ihrer Gründung mit einem Festvortrag des Architekturhistorikers und Stuttgart-Kenners

Prof. Dipl.-Ing. Frank R. Werner zum Thema: STUTTGART REVISITED

Blick auf eine „unmögliche“ Stadt, die sich immer wieder neu erfindet

Stuttgart ist eine einzigartige Stadt. Warum? Weil es sie nach allen Regeln historischer Stadtbaukunst, nach den wirtschaftlichen und topografischen Voraussetzungen eigentlich nie hätte geben dürfen. Doch allen negativen Umständen zum Trotz, trotz Kriegszerstörung und den städtebaulichen Irrungen danach, gibt es Stuttgart immer noch. Doch jetzt steht die Stadt vielleicht vor den größten Herausforderungen seit dem Wiederaufbau. Musikalische Begleitung von Jazzmusikern Olivia Trummer.

Hospitalhof Büchsenstraße 33, Lechlersaal

Der Eintritt war frei, Spenden waren erwünscht.

AUFBRUCH STUTTGART ZU GAST IM LINDEN-MUSEUM STUTTGART

Am Donnerstag, den 25.01.2018 waren Mitglieder von Aufbruch Stuttgart e. V. zu einer Veranstaltung im Linden-Museum eingeladen.

Nach einer kurzen Führung durch die aktuelle Sonderausstellung „Hawai’i – Königliche Inseln im Pazifik“ gab uns die Direktorin des Linden-Museums, Frau Prof. Dr. Inés de Castro, im Vortragssaal des Linden-Museums einen Einblick in die Arbeit dieses in Fachkreisen weltweit bekannten Museums.

Vision Neubau: Das Linden-Museum der Zukunft
Ethnologische Museen befinden sich heute in Transformationsprozessen: Sie stehen vor der Herausforderung, die Vorstellung von Ausstellungsorten des kulturell Fremden – des Anderen in einer zunehmend von Diversität gekennzeichneten Gesellschaft zu überwinden und eine Neuverhandlung der gesellschaftlichen Relevanz anzustoßen. Sie verstehen sich als Orte der Vielstimmigkeit, an denen die Auseinandersetzung mit Identitätsbildungen, kulturellen Dynamiken und globalen Verflechtungen multiperspektivisch stattfindet. Die Kooperation auf Augenhöhe mit Partnern der Stadtgesellschaft sowie mit Vertretern der Herkunftsgesellschaften der Objekte spielt dabei genauso eine zentrale Rolle wie der Umgang mit dem schwierigen Erbe kolonialer Sammlungen.

Neue Konzepte erfordern in die Zukunft offene Räume, die ein Museum zu einem lebendigen Ort der Begegnung und des Austauschs machen: Prof. Dr. Inés de Castro stellte die Vision für ein neues Linden-Museum vor und erläutert die Chancen und Potenziale, die ein Neubau für die Stadt und ihre Menschen mit sich bringt.

ALEXANDER GÉRARD – ERFINDER DER ELBPHILHARMONIE

„Wie Bürgerengagement die Elbphilharmonie möglich machte“: Vortrag von Alexander Gérard und ein anschließendes Gespräch mit Felix P. Fischer und Arno Lederer am Montag, den 18.12.2017 um 19 Uhr im Hospitalhof.

Foto: Thies Rätzke

Bilder der Veranstaltung und das Redemanuskript finden Sie in der Rubrik Vorträge.

CHRISTIAN VON HOLST: STUTTGART EINST – STUTTGART JETZT

Einem vielfachen Wunsch entsprechend können wir die schon im Hospitalhof, in der Staatsgalerie und im Haus der Geschichte gezeigte Bilderschau nun zum Download anbieten.

EINE STADT IN BEWEGUNG

Mehr als 2000 Menschen bevölkerten am 17.09.2017 die für den Autoverkehr gesperrte B14 zwischen Wilhelmsplatz und Opernhaus – ein starkes Signal für den Wandel von der autogerechten zur menschengerechten Stadt und für ein lebendiges Kulturquartier. 120 000 Autos pro Tag sind kein unabwendbares Schicksal.

Wie überquert man am besten die B14 in Höhe Staatsgalerie/Staatstheater? Heute ist das oberirdisch noch ein Unterfangen mit Lebensgefahr. Am 17. September trieb AUFBRUCH STUTTGART die Ironie im wahrsten Sinne auf die Spitze. Hochseilartisten der legendären Traber-Familie überquerten in schwindelnder Höhe die Verkehrsschneise, die sich wie eine offene Wunde durch die Stadt zieht.

Fotos: Manuela Willinger

Der atemberaubende Auftritt der Artisten war der spektakuläre Abschluss eines sonntäglichen Ereignisses, das die Debatte um Stuttgarts städtebauliche Zukunft voranbringen wird. Unter Berufung auf das Demonstrationsrecht schaffte es die Initiative, eine mehr als dreistündige Sperrung der Hauptstätter- und der Konrad-Adenauer-Straße zu erlangen. Ausgestattet mit Demonstrationsschildern und 1000 Ballons zog sich der Zug unter Begleitung der Stuttgart Marching Band Richtung Oper und Staatsgalerie.

Foto: Romina Iken

Sämtliche Museen der Innenstadt bildeten mit ihren werbenden „Sandwich-Men“ die Spitze der Demonstration. Alle beteiligten Häuser gewährten an diesem Sonntag den Besuchern freien Eintritt. Ein deutlicher Verweis auf die dichte Präsenz hochkarätiger Kultureinrichtungen im engsten Umkreis der Kulturmeile. „RASEN STATT RASEN!“ lautete dann das Motto der ersten einer ganzen Reihe von Kunstaktionen. Sie verlieh mit ausgelegten Bahnen von Rollrasen der Konrad-Adenauer-Straße zumindest auf einem kleine Stück parkähnliche Züge. In seiner Rede beschwor der Vorsitzende von Aufbruch Stuttgart e. V., Wieland Backes, die Ziele der unabhängigen Bürgerbewegung. Die Verwandlung der vom Verkehr beherrschten Kulturmeile in ein lebendiges menschengerechtes Kulturquartier soll Stuttgarts Einstieg für eine Stadt von morgen werden.

Fotos: Romina Iken

Und dann ergriff – höchst ungewöhnlich für eine Demonstration – Oberbürgermeister Fritz Kuhn das Wort. Und was kaum einer erwartete, er legte sich fest: 2018 soll die Planung für eine Tunnellösung und/oder einen verkehrsärmeren „Stadtboulevard“ in Angriff genommen werden. In den Stadthaushalt werden die Mittel für die erforderlichen städtebaulichen Wettbewerbe eingestellt. Eine höchst erfreuliche Wendung und eine eindeutige Folge der Aktivität von AUFBRUCH STUTTGART.

Fotos: Manuela Willinger

Da passte es ins Bild, dass sich für wenige Stunden an diesem Morgen die Sonne am Himmel zeigte. Mit Beiträgen des Opernchors und Musikern des Staats- und des SWR-Symphonie-Orchesters strebte die Demonstration ihrem spektakulären Schlusspunkt entgegen: der Überquerung der B14 auf dem Hochseil. Die Glanzleistung der Artisten hat Erinnerungswert, ein nachhaltiges Symbol. Stuttgarts Wende zur Stadt der Zukunft – von der autogerechten zur menschengerechten Stadt hat begonnen.

Fotos: Manuela Willinger

Eine Video-Dokumentation der Stadt in Bewegung sehen Sie auf youtube. Weitere Bilder einer Stadt in Bewegung finden Sie in Manu's Bilderecke. und auf unserer Facebook-Seite.

DAN STUBBERGAARD: MY URBAN LIVING ROOM

Am Montag, den 04.09.2017 empfingen wir fünfhundert Gäste zum Vortrag von Dan Stubbergaard im Hospitalhof.

Ein großartiger Abend und überwältigender Erfolg! Dan zeigte seinen begeisterten Zuhörerinnen und Zuhörern, wie eine menschengerechte Stadtplanung aussehen kann. Vielen Dank für die wertvollen Einblicke in Eure Arbeit und vor allem Eure urban living rooms in Kopenhagen (und bald auch in Köln Deutz)!

ERSTE ERFOLGE FÜR AUFBRUCH STUTTGART

Initiative will den Wandel von der autogerechten zur menschengerechten Stadtregion zum Thema der IBA machen.

„Unser Engagement lohnt sich. Wir sehen erste Erfolge unserer Arbeit.“ Die erst im März gegründete überparteiliche Initiative AUFBRUCH STUTTGART hat sich, ausgehend von einer Umgestaltung der Kulturmeile, die Entwicklung Stuttgarts zu einer modernen, zukunftsfähigen Stadt auf die Fahnen geschrieben. Jetzt scheint das Ziel, frischen Wind in die Kommunalpolitik zu bringen, erstmals konkrete Folgen zu zeigen. „Der Vorstoß von Grünen und SPD für eine autofreie City, wäre ohne unsere Vorreiterrolle sicher nicht - oder zumindest nicht so schnell - Realität geworden,“ sagte unser Vorsitzende Wieland Backes am Rande einer Veranstaltung der Wirtschafts- und Industrievereinigung Stuttgart, zu der er zusammen mit Vorstandsmitglied Arno Lederer eingeladen waren, um Ihre Ideen vor Unternehmern und Managern darzulegen.

Während die Politik den schwierigen Wandel der Autometropole zu einer menschengerechten Stadt in Angriff nimmt, tut sich die ortsansässige Automobilindustrie selbst offenbar schwer damit. Anfragen von AUFBRUCH STUTTGART in Sachen Austausch und Unterstützung wurden rundum negativ beschieden, zum Teil mit Hinweis auf die doch stattlich geleisteten Gewerbesteuerzahlungen.

„Autofreie City“, das ist für viele in der Automobilindustrie und in der Geschäftswelt noch immer ein angstbesetztes Schreckgespenst. „Dabei hat sich“, so Arno Lederer, “zwischen Barcelona, Kopenhagen, New York und Paris längst die Überzeugung durchgesetzt: Zumindest in den großen Städten und Ballungsräumen liegt die Zukunft des Autos längst hinter uns“.

Hätte es da nicht einen besonderen Reiz, wenn gerade in der Autostadt Stuttgart gemeinsam mit der Autoindustrie neue Wege erprobt und gegangen würden? Den idealen Aufhänger dafür bietet die „Internationale Bauausstellung Stadtregion Stuttgart“. Eine Vorreiterrolle in Sachen Mobilität und eine lebendige Heimstatt für Kultur und urbanes Leben in einer Stadt, die den Menschen zum Maßstab macht, das wäre den Aufbruch wert. Es ist höchste Zeit für die Rückeroberung der Stadt durch ihre Bürger. (Pressemitteilung vom 21.06.2017)

VOLLES HAUS BEI "WAS NUN, HERR KUHN?"

Rund 850 Personen waren am 16. Mai im Hospitalhof dabei, als sich Oberbürgermeister Fritz Kuhn den Fragen der Moderatoren Ulrike Groos und Wieland Backes sowie von Mitgliedern der Initiative stellte.

Foto: Günther Ahner

Dabei sparte der Oberbürgermeister nicht mit Anerkennung: „Die Stadt brauche“, so Kuhn, „eine Bewegung aus der Bürgerschaft heraus“. Der Verein AUFBRUCH STUTTGART habe das visionäre Potenzial in der Stadt erkannt. Rückbau der Konrad-Adenauer Straße zum Stadtboulevard oder gar Untertunnelung, der Bau eines Konzerthauses und eines neuen Lindenmuseums, zentrale Forderungen der Initiative sollen jetzt zügig Wirklichkeit werden. Allerdings, Neues gebaut werden soll nicht an der Kulturmeile, sondern im Rosensteinquartier. Und der Baubeginn kann dort erst ausgerufen werden, wenn Stuttgart 21 fertig und das Gleisbett zwei Jahre später ausgeräumt ist, also frühestens Ende 2025.

Hier setzt die Kritik von AUFBRUCH STUTTGART ein . Die Initiative vermisst eine städtebauliche Konzeption, eine ernsthafte Ambition zur Neugestaltung des städtischen Raums, auch innerhalb des schon bestehenden Kulturquartiers. Experten aus den Reihen von AUFBRUCH STUTTGART fordern die Ausschreibung eines hochkarätigen, internationalen Wettbewerbs ohne Denkverbote.

In den Stuttgarter Nachrichten vom 20.05.2017 schreibt Lokalchef Jan Sellner in seinem Kommentar zur Stadtentwicklung, in dem er die breite Diskussion über Stuttgarts städtebauliche Zukunft sehr begrüßt: „Das ist nicht zuletzt das Verdienst des Vereins Aufbruch Stuttgart, dem es, angeführt von Kulturschaffenden, gelungen ist, der lange lahmenden Stuttgart-Diskussion Leben einzuhauchen: Binnen kurzer Zeit hat sich Gruppierung zu einer außerparlamentarischen Plattform für Ideenaustausch entwickelt nach dem Motto: Wer Visionen hat, muss zum Aufbruch gehen…“

Inzwischen hat der Oberbürgermeister seine Überzeugungen in einem Positionspapier für den Gemeinderat festgehalten. Der Titel des Papiers lautet: „Eine Vision für Stuttgart“. Genau unter dieser Überschrift hatte AUFBRUCH STUTTGART vor 3 Monaten zu seiner ersten Informationsveranstaltung eingeladen. Das Positionspapier ist leider nicht mehr im Internet zu finden. (20.05.2017)

"O WIE SO TRÜGERISCH!" – DRAMA STUTTGARTER OPER

Podiumsdiskussion – Montag, 18. Februar 2019 – 19 Uhr – Hospitalhof, Büchsenstraße 33

Andrea Jürges ist stellvertretende Direktorin des
DAM, Deutsches Architekturmuseum Frankfurt am Main und Kuratorin der Ausstellung „Große Oper – Viel Theater? Bühnenbauten im europäischen Vergleich“, die im Herbst 2018 auch im StadtPalais – Museum für Stuttgart zu sehen war.

Detlef Junkers ist Geschäftsführer der pfp Architekten Hamburg. Er verantwortet die im Auftrag des Landes Hessen und der Stadt Frankfurt am Main erstellte Bestandsaufnahme und Machbarkeitsstudie der Städtischen Bühnen Frankfurt.

Hans-Günter Merz ist Inhaber der hg merz architekten Berlin/Stuttgart. Sein Büro führt die Sanierung der Staatsoper Unter den Linden in Berlin durch.

Ebenfalls anwesend ist Claus Wolf, Präsident des Landesamts für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart.

Wieland Backes moderiert.

NEUE PERSPEKTIVEN FÜR OPER UND KULTURMEILE

Mittwoch, 14. November 2018 – 19 Uhr – Hospitalhof, Büchsenstraße 33

Fünf international renommierte Architekturbüros haben auf Einladung von AUFBRUCH STUTTGART über das Kulturquartier nachgedacht, darunter Büros mit Weltruf, wie Herzog & de Meuron aus Basel, die Erbauer der Elbphilharmonie.

In einem Workshop haben sie am ersten Novemberwochenende einen unvoreingenommenen Blick auf Stuttgart geworfen und viele neue und überraschende Ideen erarbeitet. Jetzt stellen wir die mit Spannung erwarteten Ergebnisse einem breiten Publikum vor – Vorschläge, die Stuttgart verändern könnten, und zwar am Mittwoch, den 14. November 2018 um 19 Uhr im Hospitalhof Stuttgart, Büchsenstraße 33.

RAUMWELTEN PUBLIC – PARTIZIPATION UND TRANSFORMATION

Im Rahmen des Kongresses "Raumwelten" in Ludwigsburg informieren Wieland Backes und Arno Lederer darüber, wie bürgerschaftliche Inititativen den urbanen Raum verändern könn(t)en.

Am Montag, den 12. November 2018 gibt Wieland Backes ab 19:30 Uhr "Impulse für die Stadt von morgen" und danach ab 20 Uhr leitet Arno Lederer die "Wiederentdeckung des öffentlichen Raums" an.

STADT OHNE AUTOS – DER PAPST DER AUTOKRITIKER, HERMAN KNOPFLACHER, ZU GAST BEI AUFBRUCH STUTTGART

Mittwoch, 17. Oktober 2018 – 20 Uhr – Hospitalhof, Büchsenstraße 33

Prof. Hermann Knoflacher, Vortrag und Diskussion
Prof. Arno Lederer, Moderation

1000 STÜHLE – MIT 1000 STÜHLEN DIE STADT ZURÜCKEROBERN

Sonntag, 8. Juli 2018 – Ab 10 Uhr

AUFBRUCH-REISE NACH KOPENHAGEN

4 Tage – 20.-23. September 2018

Themenschwerpunkte:
– Stadtplanung/Stadtentwicklung
– Eco Metropole
– Nachhaltigkeit
– Neue Verkehrskonzepte

PODIUMSDISKUSSION: WAS WIRD AUS STUTTGARTS KULTURQUARTIER?

Dienstag, 15. Mai 2018 – 20 Uhr – Hospitalhof Stuttgart

Die geplante umfangreiche Sanierung der Oper droht zum Millionengrab zu werden: Die Kostenschätzungen schwanken zwischen 400 und 850 Millionen. Hinzu kommen Kosten von ca. 100 Millionen für eine Interimsunterbringung.

AUFBRUCH STUTTGART hat mit einem eigenen Vorschlag die Debatte neu angefacht.

Wenige Tage vor der Entscheidung stellt sich die Politik der Diskussion über das Thema: Was wird aus Stuttgarts Kulturquartier?

Es diskutieren:

Wieland Backes (Fernsehjournalist, Vorsitzender "Aufbruch Stuttgart")
Arno Lederer (Architekt)
Christian von Holst (ehem. Direktor der Staatsgalerie)

und die Politiker

Martin Körner (SPD-Gemeinderatsfraktion)
Alexander Kotz (CDU-Gemeinderatsfraktion)
Andreas Winter (Gemeinderatsfraktion Bündnis 90/Die Grünen)

Moderation: Martin Hoffmann

MITGLIEDERVERSAMMLUNG

23. April 2018 – 19 Uhr – Hospitalhof Stuttgart

Tagesordnung:

  1. Neue Ideen für das Kulturquartier
  2. Verschiedenes

ERSTES KOLLOQUIUM

21. April 2018 – 13:30 Uhr bis 16:30 Uhr – Hospitalhof Stuttgart

Referent: Prof. Dr. Ing. Markus Friedrich, Lehrstuhl für Verkehrsplanung und Verkehrsleittechnik, Universität Stuttgart

Nur nach vorheriger Anmeldung!

MITGLIEDERVERSAMMLUNG

Donnerstag, 01.03.2018 – 18 Uhr – Hospitalhof – Nur für Mitglieder

EIN JAHR AUFBRUCH – WIR FEIERN EIN ERFOLGREICHES ERSTES JAHR

Donnerstag, 01.03.2018 – 20 Uhr – Hospitalhof – Öffentliche Veranstaltung

Festrede von Prof. Frank R. Werner: "STUTTGART REVISITED".
Musik von Jazzpianistin Olivia Trummer.

ALEXANDER GÉRARD – ERFINDER DER ELBPHILHARMONIE

„Wie Bürgerengagement die Elbphilharmonie möglich machte“: Vortrag von Alexander Gérard und ein anschließendes Gespräch mit Felix P. Fischer und Arno Lederer am Montag, den 18.12.2017 um 19 Uhr im Hospitalhof.

Foto: Thies Rätzke

Es war die Idee ihres Lebens. Der Architekt und Projektentwickler Alexander Gérard und seine Ehefrau, die Kunsthistorikerin Jana Marko, können mit Sicherheit eines für sich in Anspruch nehmen: Ohne sie hätte es die Elbphilharmonie nie gegeben.

Im Jahr 2001 hatte Gérard vor dem Senat seine Idee von einer Konzerthalle auf dem Kaispeicher A in der Hamburger HafenCity erstmals vorgestellt. Es sollte der Auftakt zum vielleicht größten Abenteuer in der Baugeschichte Hamburgs werden. Eine Konzerthalle auf einem Speicher im Hafen – unvorstellbar. Die Fachwelt war dennoch begeistert, die Öffentlichkeit gespalten und die Politiker skeptisch. Es gab Phasen, in denen das Projekt zum Scheitern verurteilt schien, dann kam die Kostenexplosion und die bange Frage, ob das Projekt jemals Wirklichkeit würde. 77 Millionen Euro hatte die Stadt ursprünglich investieren wollen. Bei der Eröffnung im Januar 2017 waren es 789 Millionen.

Heute ist die Diskussion über die Kosten längst in den Hintergrund geraten und die Elbphilharmonie der Stolz der Hansestadt. Hamburg hat es geschafft, in München soll 2019 mit dem Bau eines neuen Konzertsaals begonnen werden. Und was geschieht in Stuttgart? Was können wir in Stuttgart aus der Erfolgsgeschichte Elbphilharmonie lernen?

Freuen Sie sich außerdem auf musikalische Beiträge von SWR-Soloklarinettist Sebastian Manz, dreifacher Echo-Klassik-Preisträger unter Begleitung am Flügel durch Martin Klett.

Eine Veranstaltung von AUFBRUCH STUTTGART in
Zusammenarbeit mit dem Hospitalhof und dem Verein der Freunde und Förderer des SWR Sinfonieorchesters.

CHRISTIAN VON HOLST: 40 JAHRE JAMES STIRLING IN STUTTGART UND DIE B14

Unser Mitglied Prof. Dr. Christian von Holst, ehemaliger Direktor der Staatsgalerie Stuttgart, wird im Rahmen eines Vortrags in der Neuen Staatsgalerie die stadträumliche Bedeutung der Bauten von James Stirling und deren dringend veränderungsbedürftige Situation an der B 14 näher erläutern.

Donnerstag, 16. November 2017 – 18 Uhr – Vortragssaal der Neuen Staatsgalerie – Eintritt frei (begrenzte Platzanzahl)

Wir freuen uns auf einen ähnlich anschaulichen und spannenden Vortrag wie derjenige, mit dem Herr von Holst am 22. Juni unter dem Titel „Stuttgart einst – Stuttgart jetzt" den vollbesetzten Saal im Hospitalhof erfreute.

DER VVS SORGT FÜR BEWEGUNG

Am Sonntag, 17.09.2017, gelten die EinzelTagesTickets als GruppenTagesTickets für bis zu fünf Personen.

EINE STADT IN BEWEGUNG – FÜR EINE LEBENSWERTERE STADT UND EIN LEBENDIGES KULTURQUARTIER

Wie überquert man am besten die B 14 in Höhe Staatsgalerie und Staatstheater? Heute ist das oberirdisch nur unter Lebensgefahr möglich. Am 17. September bieten wir in einer spektakulären Aktion eine probate Lösung an: Am besten auf dem Hochseil.

Download Flyer: hier

Der atemraubende Auftritt der Artisten aus der legendären Traber-Familie ist der Abschluss eines ganz besonderen Events, das an diesem sonntäglichen Vormittag im September für einige Stunden die Hauptstätter Straße und die Konrad-Adenauer-Straße beherrschen wird.

Ganz Stuttgart – ob Erwachsener, Jugendlicher oder Kind – ist eingeladen, durch Teilnahme an einem Marsch vom Wilhelmsplatz bis zur Staatsoper den Forderungen von AUFBRUCH STUTTGART Nachdruck zu verleihen: Schluss mit der schier unüberwindbaren Verkehrsschneise zwischen Neckartor und Österreichischer Platz, als erster Schritt für den Wandel von der autogerechten zur menschengerechten Stadt und Schaffung eines lebendigen Kulturquartiers, das alle Bürger zum Verweilen und Flanieren einlädt.

Das Referat für öffentliche Ordnung der Stadt Stuttgart hat in konstruktiven Gesprächen der Sperrung des betroffenen Straßenbereichs für den Verkehr von 11 bis 14 Uhr zugestimmt. Möglich wird die Straßensperrung durch das Demonstrations- und Versammlungsrecht, dem nach Bundes- und Landesrecht ein hoher Stellenwert eingeräumt wird.

Es soll aber kein verbissener, sondern ein heiterer, ausgelassener Zug werden, der sich da um 11 Uhr vom Wilhelmsplatz in Richtung Nordosten in Bewegung setzt. Am Wilhelmsplatz sammeln sich die Teilnehmer bereits ab 10 Uhr und werden mit Ballons in den Farben der Initiative (Blau, Gelb, Rot, Weiß ) und anderen Utensilien ausgestattet.

Die "Marching Band Stuttgart" begleitet das Event musikalisch: Sie führt den Zug auf der 1,2 Kilometer langen Strecke an, in deren Verlauf immer wieder andere Kunstaktionen auf die Teilnehmer des Happenings warten. Oper und Ballett werden jeweils eigene Ideen umsetzen, genauso wie die anderen Anrainer oder nahen Nachbarn der Kulturmeile: Staatsgalerie, Haus der Geschichte, Landesmuseum Württemberg, Kunstmuseum Stuttgart und im Lindenmuseum. Alle vier Direktoren/innen haben jetzt schon beschlossen: Der Eintritt am 17.9. ist ganztägig frei.

Über die meisten der geplanten Aktionen hüllen wir und noch in Schweigen. Allerdings: Ohne die freundliche Unterstützung der Firma Garten- und Landschaftsbau Dorfschmidt aus Leinfelden wäre eines der Vorhaben schon in der Planung zum Scheitern verurteilt gewesen.

Einen guten Draht hatte der Vorstand von AUFBRUCH STUTTGART auch zu jener legendären Artistenfamilie, die am 17. September den absoluten Höhepunkt des Ereignisses darstellt: Die "Original Johann Traber-Show" wird auf einem 50 Meter langen Seil zwischen Oper und Haus der Geschichte, hoch über der B14, das Publikum in seinen Bann ziehen. Am Ende der waghalsigen Performance werden die Balancekünstler ein Banner mit einer Aufschrift enthüllen: Was da zu lesen ist? Am Sonntag, den 17. September gegen 13 Uhr wird es am Himmel über der Kulturmeile zu sehen sein. (Pressemitteilung vom 30.06.2017)

DAN STUBBERGAARD: MY URBAN LIVING ROOM

Montag, 04.09.2017 – 20 Uhr – Hospitalhof

Am Montag, 4.September 2017 um 20 Uhr erwarten wir, nach freundlicher Vermittlung von Frau Lange-Tiedje den dänischen Städtebau- und Architekturstar Dan Stubbergaard. In seinem Vortrag "My Urban Living Room" spricht er über die menschengerechte Gestaltung städtischer Räume. Ein hochkarätiger Gast. Nach dem Vortrag gibt es einen kleinen Umtrunk.

ZUM TOD VON NORBERT DALDROP

Wir trauern um unser Gründungsmitglied, unseren treuen Freund und Mitstreiter, Norbert Daldrop. Am 27. Juli ist er nach langer schwerer Krankheit im Alter von 73 Jahren verstorben. Trotz der körperlichen Einschränkungen, mit denen er zunehmend zu kämpfen hatte, hat er sich von Anfang an – und bis zum Schluss – mit Idealismus und großer Begeisterungsfähigkeit für unsere Initiative eingesetzt – mehr noch, er hat auch das Potenzial seines Unternehmens AV-Communication für unsere Arbeit nutzbar gemacht.

Seine Treue und seine Hilfsbereitschaft haben unseren Start erleichtert. Wie schade, dass er unsere Arbeit nur über eine so kurze Wegstrecke miterleben konnte. Es bleibt die Erinnerung an eine gewinnende, außergewöhnliche Persönlichkeit, die wir sehr vermissen werden.

MAZDA ADLI – STRESS AND THE CITY

Mazda Adli und Wieland Backes im Gespräch am Donnerstag, den 27. Juli 2017 um 20 Uhr im Hospitalhof.

Wir sind besonders stolz darauf, dass wir Mazda Adli für einen Besuch in Stuttgart gewinnen konnten. Er ist Psychiater, Psychotherapeut und Chefarzt der Fliedner Klinik Berlin. In seinem neuen Buch „Stress and the City“ ergründet er, warum Städte uns krank machen und warum sie trotzdem gut für uns sind. Wir laden herzlich ein zu einem Vortrag mit anschließendem Gespräch am Donnerstag, den 27. Juli um 20 Uhr im Hospitalhof.

STUTTGART EINST – STUTTGART JETZT

Am Donnerstag, den 22.06.2017 informiert Christian von Holst um 19 Uhr im Hospitalhof über eine Stadt im Aufbruch, über den Stadtkern und die B14.

Christian von Holst, Direktor der Staatsgalerie Stuttgart a.D., hat sich während seiner Museumsjahre intensiv mit der Geschichte und Kunst Stuttgarts seit dem späten 18. Jahrhundert befasst und in den letzten Jahren besonders Recherchen zur Entwicklung der Stadt und den Ansichten ihrer Straßen und wichtigsten Gebäude angestellt. In seinem Vortrag bietet er ein aufschlußreiches Nebeneinander früherer, vielfach unveröffentlichter und heutiger Darstellungen Stuttgarts, die zu einem Überdenken manch getroffener Entscheidungen anregen möchten.

WAS NUN, HERR KUHN?

Der Oberbürgermeister stellt sich am 16.05.2017 in einer öffentlichen Veranstaltung den Fragen der Initiative "Aufbruch Stuttgart e. V.".

Damit hatte man im Rathaus der Landeshauptstadt nicht gerechnet. Fast über Nacht entwickelte sich die vor wenigen Wochen neugegründete überparteiliche Initiative „Aufbruch Stuttgart e. V." zu einem Faktor von politischem Gewicht.

Politiker aller Couleur – aus Stadt, Region und Land – suchen jetzt den Kontakt zu der neuen Gruppierung, die sich als erstes Ziel die Neugestaltung der von der B 14 zerschnittenen Kulturmeile zu einem lebendigen Kulturquartier vorgenommen hat.

Bis vor kurzem wollte niemand dieses vielfach aufgegriffene und wieder fallengelassene Thema aufgreifen. "Der Plan ist mehr als tot", hieß es allenthalben. Jetzt wurde er innerhalb weniger Wochen, völlig überraschend, wieder quicklebendig: Verwandlung der Konrad-Adenauer-Straße in einen fußgängerfreundlichen Stadtboulevard oder Untertunnelung – vielleicht sogar eine Lösung vom Neckartor bis zum Österreichischen Platz, nichts scheint mehr unmöglich. Ein Kolloquium noch vor der Sommerpause und ein anschließender zweistufiger Wettbewerb sollen die Sache spürbar voranbringen.

Einen ersten Austausch über Ideen und Standpunkte erhofft sich die Initiative am 16. Mai, wenn Oberbürgermeister Fritz Kuhn sich den Fragen der Bürgerinnen und
Bürger stellt. In einer Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Hospitalhof lädt AUFBRUCH STUTTGART um 19 Uhr in den großen Saal des Bildungszentrums.

Die Initiative hat ihre Arbeit inzwischen weiter professionalisiert – seit dem Wochenende ist die neue Website online. Sie ist ein Geschenk des Stuttgarter Designbüros Uebele, dessen Chef Andreas Uebele, wie viele andere Unterstützer, AUFBRUCH STUTTGART einfach cool findet.

F.A.Z. WOCHE

Unsere noch junge Initiative findet immer noch mehr Interesse und Zuspruch.

Kurz vor Ostern wurde die Zahl von 400 Mitgliedern überschritten. Immer mehr gesellschaftliche Gruppierungen – von den politischen Parteien bis zur Architektenkammer und zu den Freunden des SWR-Sinfonieorchesters – suchen das Gespräch und die Zusammenarbeit mit uns. Der Aufbruch ist in vollem Gange!

Auch die überregionale Presse wird auf uns aufmerksam. Am Freitag, den 21. April erschien in der "F.A.Z. Woche" unter dem Titel "Bürger begehren auf" ein Beitrag über AUFBRUCH STUTTGART. (22.04.2017)

FRÜHLINGSERWACHEN IN STUTTGART

Schon wenige Wochen nach Ihrer Gründung bringt die Initiative „Aufbruch Stuttgart“ Bewegung ins Rathaus

Dieser Termin wurde von beiden Seiten mit Spannung erwartet: Am 30. März trafen die Gründer von „Aufbruch Stuttgart“, nur wenige Wochen nach dem offiziellen Start der Initiative, mit der Rathausspitze zusammen. Und dieses Gespräch brachte Überraschungen – und zwar überwiegend positive. Oberbürgermeister Fritz Kuhn hatte seine beiden Bürgermeister, Peter Pätzold (Städtebau) und Fabian Mayer (Kultur) mitgebracht und alle drei vermittelten von Anfang eines: Die Initiative „Aufbruch Stuttgart“ wird ernst genommen.

Es ist nicht zu verkennen, allein schon die Existenz der neuen Gruppierung und die geradezu überwältigende Resonanz von rund 1000 Besuchern, bereits beim ersten Informationsabend, haben im Rathaus für intensives Nachdenken und ungewöhnliche Betriebsamkeit gesorgt. „Eine Vision für Stuttgart – Von der PS-Meile zum lebendigen Kulturquartier“, das Credo der Initiative wandelte sich fast über Nacht zu einer Perspektive mit greifbarem Realitätsgehalt. Die Pläne für eine städtebauliche Überwindung der Verkehrsschneise, vor wenigen Wochen verstaubten sie noch in den Schubladen des Stadtplanungsamtes. Jetzt aber kündigt der Baubürgermeister ein Fach- Kolloquium für den Sommer und die Ausschreibung eines Wettbewerbs für die Konrad-Adenauer-Straße an. Auch ein Neubau des Lindenmuseums und das von Musikern und Veranstaltern heißbegehrte neue Konzerthaus sind keine hohlen Utopien mehr. Stuttgart wacht auf, will endlich mehr sein als nur städtebauliches Mittelmaß – denkt darüber nach, wie es sich an die Spitze setzen kann, auf dem Weg zu einer noch lebenswerteren und menschengerechteren Stadt der Zukunft: Mit weniger Autoverkehr, mit Plätzen und Straßen, die zum Verweilen und Flanieren einladen. Noch in diesem Jahr würde die Initiative liebend gerne zu einem symbolträchtigen Sonntags- Frühstück auf der für den Verkehr gesperrten Konrad-Adenauer-Straße einladen. Nach dem Gespräch im Rathaus ist klar: Die Chancen dafür stehen nicht schlecht.

Aber zuvor konzentriert sich die Initiative „Aufbruch Stuttgart“ auf die Arbeit in 3 Projektgruppen, die jetzt beginnt. Die rasch wachsende Zahl an Mitgliedern spricht eine klare Sprache: Sie liegt zur Zeit (31.3.) bei 355. „Wir haben uns in kurzer Zeit als wirksamer Faktor in dieser Stadt etabliert“ sagt der Vorsitzende Wieland Backes, „ wir freuen uns über die Offenheit der Rathausspitze und nehmen das Angebot des Oberbürgermeisters gerne an, konstruktiv an Stuttgarts Zukunft mitzuarbeiten: Mit eigenen Ideen und Impulsen, mit kritischem Verstand und ohne falsche Kumpanei. Gemeinsam für die Stadt, von der wir träumen.“ (30.03.2017)

FÜR DIE STADT, VON DER WIR TRÄUMEN

Der gemeinnützige Verein Aufbruch Stuttgart e. V. hat sich gegründet

Am Dienstag, 7. März 2017, wurde der gemeinnützige Verein „Aufbruch Stuttgart“ von 12 kulturengagierten Stuttgarter Bürgerinnen und Bürgern gegründet. Diese sind: Prof. Dr. Wieland Backes (Fernsehjournalist), Norbert Daldrop (AV-Communication), Prof. Dr. Cornelia Ewigleben (Direktorin Württembergisches Landesmuseum), Felix Fischer (Managing Director, SWR Symphonieorchester), Dr. Ulrike Groos (Direktorin Kunstmuseum), Thomas Koch (Direktor Kommunikation Oper Stuttgart), Prof. Dr. Christiane Lange (Direktorin Staatsgalerie Stuttgart), Prof. Arno Lederer (Architekt), Helmut Nanz (Nanz-Stiftung), Prof. Werner Sobek, (Architekt und Bauingenieur), Horst Stammler (Geschäftsführer Verkehrsverbund Stuttgart - VVS), Jossi Wieler (Intendant Oper Stuttgart).

Der Verein versteht sich als unabhängige, überparteiliche und gemeinnützige Initiative, die den Visionen und Plänen für eine einladende, lebenswerte und menschengerechte Stadt eine Plattform gibt. Zweck dieses bürgerschaftlichen Engagements ist es, zielorientiert, pragmatisch und konstruktiv Impulse für die städtebauliche Zukunft Stuttgarts zu geben und einen offenen und Mut machenden bürgerschaftlichen Dialog darüber zu führen. Die Initiative versteht sich dabei als konstruktives Gegenüber der Politik.

Um rasch eine wirksame Kraft im Diskurs um Stuttgarts Zukunft zu werden, will der Verein möglichst schnell viele Mitglieder gewinnen. Ab sofort können Sie ein Mitglied der ersten Stunde werden, das Beitrittsformular können Sie hier herunterladen.

Wie geht es weiter? Am 23. März 2017 fällt der Startschuss für die konkrete Arbeit. Um 19 Uhr lädt der Verein erneut in den Hospitalhof, zu einer ersten Versammlung für Mitglieder und alle interessierten Bürger. Ein inhaltlicher Schwerpunkt wird sein das Thema „Zukünftiges Kulturquartier und Konrad-Adenauer-Straße“. Und die Vision einer menschengerechten Stadt will die Initiative schon in diesem Sommer erlebbar machen, mit einem sonntäglichen Frühstück und Kulturfest auf der für den Verkehr gesperrten B14. (09.03.2017)

PROJEKTGRUPPE 1: DIE STADT UND DIE GESTALTUNG DES RAUMES – TREFFEN DER PROJEKTGRUPPE

Dienstag, 25.07.2017 – 18:30 Uhr

Leitung: Cornelia Ewigleben und Arno Lederer

PROJEKTGRUPPE 3: DIE ZUKUNFT UNSERER STADT UND WIE ANDERE STÄDTE NACH VORNE BLICKEN

Dienstag, 11.07.2017 – 18 Uhr – Böcklerstraße 35

Leitung: Engelbert Rolli

PROJEKTGRUPPE 2: DIE STADT – PLATZ FÜR KULTUR – EXKLUSIVE FÜHRUNG ZUR OPERNHAUSSANIERUNG

Freitag, 07.07.2017

mit Marc-Oliver Hendriks, Geschäftsführender Intendant der Staatstheater Stuttgart und Arno Laudel, Direktor Zentrale Technische Dienste und Opernhaus.

Nur für Mitglieder der Projektgruppe. Genauer Termin und Anmeldung: siehe Einladungs-E-Mail.

PROJEKTGRUPPE 3: DIE ZUKUNFT UNSERER STADT UND WIE ANDERE STÄDTE NACH VORNE BLICKEN

Dienstag, 13.06.2017 – 18 Uhr – Böcklerstraße 35

Leitung: Engelbert Rolli

PROJEKTGRUPPE 1: DIE STADT UND DIE GESTALTUNG DES RAUMES – TREFFEN DER PROJEKTGRUPPE

Montag, 12.06.2017 – 18:30 Uhr

Leitung: Cornelia Ewigleben und Arno Lederer

PROJEKTGRUPPE 3: DIE ZUKUNFT UNSERER STADT UND WIE ANDERE STÄDTE NACH VORNE BLICKEN

Dienstag, 09.05.2017 – 18 Uhr

Leitung: Engelbert Rolli

PROJEKTGRUPPE 1: DIE STADT UND DIE GESTALTUNG DES RAUMES – STADTSPAZIERGANG

Sonntag, 07.05.2017 – 10 Uhr – Opernhaus Haupteingang

Leitung: Christian von Holst und Arno Lederer

Die Mitglieder der Projektgruppe sind herzlich eingeladen zu einem Stadtspaziergang entlang der Konrad-Adenauer- und Neckarstraße, um die Räume zu besichtigen und zu erfahren.

PROJEKTGRUPPE 3: DIE ZUKUNFT UNSERER STADT UND WIE ANDERE STÄDTE NACH VORNE BLICKEN

Dienstag, 02.05.2017 – 18 Uhr

Leitung: Engelbert Rolli

PROJEKTGRUPPE 3: DIE ZUKUNFT UNSERER STADT UND WIE ANDERE STÄDTE NACH VORNE BLICKEN

Dienstag, 25.04.2017 – 18 Uhr – Naturfreundehaus Steinenbergle in der Stresemannstraße

Leitung: Engelbert Rolli

MITGLIEDERVERSAMMLUNG

Dienstag, 11.04.2017 – 19 Uhr – Hospitalhof

Am Dienstag, den 11.04.2017 um 19 Uhr laden wir herzlich zur ersten ordentlichen Mitgliederversammlung im Hospitalhof, Büchsenstraße 33, 70174 Stuttgart ein.

Tagesordnung:

  1. Vortrag Horst Stammler, Geschäftsführer VVS: „Mehr Mobilität geht auch ohne Auto“
  2. Wahl der noch ausstehenden 3 Vorstandsmitglieder
  3. Bericht über Gespräche mit den Fraktionsvorsitzenden im Gemeinderat und mit dem Oberbürgermeister
  4. Verschiedenes

Wir wollen unseren Vorstand durch die Zuwahl der 3 ausstehenden Mitglieder verjüngen. Falls Sie jüngere Kandidaten zur Wahl vorschlagen, ist das besonders willkommen.

ERSTE TREFFEN DER PROJEKTGRUPPEN

Projektgruppe 1: Die Stadt und die Gestaltung des Raums

Mittwoch, 12.04.2017 – 18:30 Uhr

Projektleitung: Cornelia Ewigleben und Arno Lederer am 12.04.2017, 18:30 Uhr

Projektgruppe 2: Die Stadt – Platz für Kultur

Dienstag, 11.04.2017 – 17:30 Uhr

Projektleitung: Ulrike Groos, Felix Fischer und Thomas Koch am 11.04.2017, 17:30 Uhr

Projektgruppe 3: Die Zukunft unserer Stadt und wie andere Städte nach vorne blicken

Mittwoch, 04.04.2017 – 17:30 Uhr

Projektleitung: Alexander Wetzig und Engelbert Rolli am 04.04.2017, 17:30

Projektgruppe 4: Organisation und Events

Mittwoch, 05.04.2017 – 18:30 Uhr

Projektleitung: Wieland Backes am 05.04.2017, 18:30 Uhr